<<September 2016>>
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Die Kurzgeschichte  

 

Es ist das Priesterkollegium (collegium cleri)  bei der St. Veits - Kirche auf der Prager Burg, dem die Vorbereitung sämtlicher zur Errichtung einer selbständigen Diözesanverwaltung nötigen Maßnahmen anvertraut wurden, das an der Wiege des St.-Veits-Kapitels zu sehen ist. Es ist vornämlich die Aktivität im Jahre 971, wo von dem Fürsten Boleslav II. durch Vermittlung seiner Schwester Äbtissin Mlada das Ansuchen um Errichtung der Prager Diözese an Papst Johannes XIII. eingereicht wurde, wonach Papst diesem Vorhaben zugestimmt hat. Zu jener Zeit gehörte Prag unter Rechtsprechung des Regensburger Bischofs, der selber Suffragan der Erzdiözese Salzburg war.           

Seitdem Prag im Jahre 973 der dem Mainzer Metropolit unterordneter bischöfliche Sitz geworden war, war das erwähnte Kollegium der Priester von St. Veit zum Kathedralkapitel geworden. Die Gründungsurkunde hat sich nicht erhalten. Dennoch seit Ende des 10. Jhdt. erscheinen in den historischen Dokumenten die mit folgenden Titeln versehenen Namen: Probst, Dechant, Erzdiakon, Scholastikus, Domherr der Prager Kirche. So Kosmas (1045 – 1125)  war z.B. Dechant des Kathedralkapitels.           

Bis zur Gründung der Karls-Universität wurde von dem St.Veits-Kapitel die Kathedralschule verwaltet. Die dort Dozierenden besaßen den Titel „Magister“. Unter den Dozenten gab es hervorragenden Gelehrten des besten europäischen Rufes.  Ihr hohes Niveau zog die St.Veit-Schule Studenten aus Nachbarländern heran. Auch später erfüllte das Kapitel seine kulturelle und  Erziehungsrole weiter.           

Im Jahre 1344 wurde die Prager Diözese zur Erzdiözese erhoben und das Veits-Kapitel  ist dadurch Metropolitan-Domkapitel geworden. Es war nötig die Stellung sowie die Tätigkeit des Kapitels der neuen Anordnung der Kirchenverwaltung anzupassen. Diese neue Situation spiegelt sich in den ältesten erhaltenen Statuten vom 18. November 1350 wider. Auch während der langen Sedisvakanz am erzbischöflichen Thron in der Zeit zwischen 1421 – 1561  verblieb das St. Veits-Kapitel mit dem apostolischen Stuhl in Verbindung und verwaltete die Erzdiözese durch gewählte Administratore. Für diesen Dienst wurde sie mit dem Ehrentitel „semper fidelis“ – „immer treu“ ausgezeichnet und mehrere Privilegien wurden ihr erteilt.           

Je nach den sich ändernden Umständen sowie nach neuen Bedürfnissen wurden die vom Jahre 1350 stammenden Kapitelstatuten im Laufe der Zeit mehrmals erneuert und mit verschiedenen Abänderungen versehen. Das letzte Mal geschah es 1992, wo neue Statuten niedergeschrieben waren. In dieser Fassung kehrt das Metropolitan-Domkapitel zu seinen ursprünglichen Aktivitäten, und zwar zu der vornehmen Pflege um den Veitsdom sowie zu seiner kulturell-erzieherischen Sendung zurück. 

Varhany Gartner a Mölzer
Varhany Gartner a Mölzerlebka sv. Václavahlavice biskupské berlypohled do pokladniceParléřova část s oltářem Josefa Mockerastrašidýlko ve věžičcekaple sv. ZikmundaHabsburská hrobka s rozetouTympanon s textempohled na východ/sv. JiříObraz sv. Anežky českéKatedrála od západuZimní náladapohled z Královské zahrady